Ich sitze an meinem Schreibtisch.

Vor mir das mobile Büro, dieses kleine Gerät, das früher bestimmt hat, wann mein Feierabend beginnt.

Nämlich nie.

Heute teste ich das Gegenteil.

Ich habe mir offizielle Öffnungszeiten verordnet.

Früher war ich stolz darauf, die Schnellste zu sein.

Die, die auch um 21 Uhr noch kurz das Konzept anpasst

oder am Sonntag die Mail nur mal eben beantwortet.

Ich dachte, das wäre Service.

In Wahrheit war es die totale Selbstaufgabe.

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Heute probiere ich aus, wie sich Grenzen anfühlen.
Meine Kunden wissen jetzt:
Verlässliche Erreichbarkeit ist mir wichtig:
Innerhalb meiner Bürozeiten von 9:00 bis 17:00 Uhr
widme ich mich voll und ganz Ihren Projekten.
Am Wochenende tausche ich den Laptop gegen die Natur ein,
um neue Inspiration für unsere Projekte zu sammeln.

Zuerst habe ich Angst.

Angst, Kunden zu verlieren.
Angst, unprofessionell zu wirken.
Aber was passiert wirklich?
Nichts Schlimmes.
Im Gegenteil.
Kunden respektieren die offiziellen Öffnungszeiten.

Ich merke, wie sich meine Konzentration verändert.
Wenn ich weiß, dass ich nur diese festen Stunden habe,
arbeite ich schärfer.
Ich trödele nicht mehr im digitalen Irgendwo herum.
Ich schreibe. Ich plane. Ich entscheide.

Das Handy ist in diesen Zeiten ein Werkzeug,
keine Nabelschnur mehr.
Und wenn der Zeiger auf Feierabend steht,
dann ist das keine Empfehlung.
Es ist ein Versprechen an mich selbst.

Ich klappe das Büro zu und gehe nach draußen.

Ich genieße die Zeit mit meinem Mann.
Wir gehen über die Farm und sind bei den Tieren.
Ich spüre die Natur um mich herum,
ohne dass ich zwischendurch auf ein Display schielen muss.
Ich bin ganz da.
Die Stille auf der Farm wartet schon auf mich.

Nächste Woche erzähle ich euch,
was ich plötzlich höre,
wenn das digitale Rauschen im Kopf endlich aufhört.