Wie viele Fotos hast du auf deinem Smartphone? Tausende? Und wie oft scrollst du wirklich zurück, um dir das eine Bild vom Abendessen aus dem letzten Sommerurlaub oder die vielen fast identischen Aufnahmen von der Welle am Strand noch einmal anzusehen?
Wir sind zu Jägern von Momenten geworden. Sobald uns etwas Schönes begegnet, zücken wir reflexartig das Telefon. Wir knipsen das historische Gebäude aus vielen verschiedenen Winkeln, filmen das Konzert, statt zu tanzen, und fotografieren jedes Detail. Doch während wir den perfekten Ausschnitt suchen, verpassen wir oft das eigentliche Gefühl des Augenblicks. Und das Verrückte ist: Meistens gucken wir uns diese Flut an Bildern nie wieder an.
Ich habe für mich eine kleine Sache ausprobiert, die mittlerweile richtig gut funktioniert und mir so viel Leichtigkeit schenkt: eine maximale Anzahl von zehn Fotos für einen ganzen Urlaub oder einen Ausflug. Wie eine kleine Challenge mit mir selbst.
Dein Blick wird plötzlich wieder weiter
Das soll überhaupt kein erhobener Zeigefinger oder eine strenge Vorschrift für andere sein – sondern einfach nur ein Impuls, etwas auszuprobieren.
Wenn du weißt, dass du nur zehn Bilder frei hast, verändert sich dein Blick komplett. Du fängst an, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren und den Moment ganz bewusst zu genießen, statt ihn nur digital abzuspeichern. Du fragst dich viel eher: Ist das jetzt der Moment, den ich wirklich im Herzen mit nach Hause nehmen will? Oder genieße ich ihn einfach genau hier und jetzt, atme die Luft ein, höre die Geräusche und lasse das Telefon in der Tasche?
Wenn wir aufhören, die Welt durch einen winzigen Bildschirm zu betrachten, wird der Blick plötzlich wieder weit. Wir sehen die Dinge wieder mit unseren eigenen Augen – und diese Erinnerungen bleiben ohnehin am tiefsten in uns verankert.
Hast du Lust, das beim nächsten Ausflug oder am Wochenende einfach mal ganz spielerisch für dich zu testen?
